Zweiter Abschnitt: "Gesehen Vermerk" des Bundes rückt näher

Zweiter Abschnitt: "Gesehen Vermerk" des Bundes rückt näher

„B210n ist Teil einer Zukunftsstrategie“

 

Der erste Teilabschnitt der Bundesstraße 210 neu (B210n) - die Ortsumgehung für Aurich - hat Mitte 2019 mit dem so genannten „Gesehen-Vermerk“ das Einverständnis des Bundes für die Planungen erhalten. Nun rückt dieser wesentliche Meilenstein eines jeden Infrastrukturprojekts auch für den zweiten Abschnitt - die Verbindung von Aurich zur Autobahn in Riepe - näher. Denn die noch fehlenden Analysen der Bodenbeschaffenheit sind jetzt ausgeschrieben.

„Wenn die Planungsunterlangen damit komplettiert sind, können diese auch für den zweiten Bauabschnitt beim Bundesministerium eingereicht werden und den Gesehen-Vermerk bekommen“, sagt Hinrich Tjaden, Vorsitzender des Vereins Pro B210n.

Während der Bund für den ersten Bauabschnitt bereits den vorzeitigen Grunderwerb genehmigt hat, haben die konkreten Planungen für den dritten Abschnitt von Bangstede nach Georgsheil derzeit noch nicht begonnen. „Wir sind aber sicher, dass sich das Verfahren beschleunigen wird, wenn an der Entscheidung für die Zentralklinik festgehalten wird“, so Tjaden.

Hinrich Tjaden äußert sich auch zu den Kosten, die von Kritikern der B210n immer wieder angesprochen werden: „Es ist logisch, dass die Kosten für ein Projekt steigen, wenn von den ersten Planungen über Klagen im Planfeststellungsverfahren bis zu Bau und Fertigstellung Jahrzehnte vergehen. Man plant ja auch nicht einen privaten Hausbau, beginnt nach 15 Jahren mit der Umsetzung und wundert sich dann, dass es teurer geworden ist“.

„Die Zulassungszahlen im Landkreis Aurich steigen weiterhin an, seit 2009 weist der Landkreis Aurich eine Steigerung von knapp 24 Prozent aus. Neue Formen einer individuellen Mobilität ohne eigene Fahrzeuge sehen wir insbesondere im ländlichen Raum mittelfristig nicht. Wenn wir bis zur Erfüllung dieses Traums einer neuen Mobilität als Randgebiet nicht weiter abgehängt werden wollen, müssen wir die B210n in allen drei Abschnitten für Ostfriesland umsetzen. Die B210n ist Teil einer Zukunftsstrategie und spielt mit Standortfaktoren wie Digitalisierung, regenerativer Energie oder Elektromobilität zusammen“, sagt Tjaden. Darum setze sich der Verein Pro B210n weiter für einen schnellen, insbesondere aber verträglichen Bau der B210n ein.

 

Hintergrund / Projektstatus

Zur Gesamtmaßnahme gehören drei Bauabschnitte: eine Ortsumgehung für Aurich, eine Autobahnanbindung von Aurich nach Riepe und eine Spange zwischen Bangstede und Georgsheil.

Die Bundestraße B210 neu (B210n) ist vom Deutschen Bundestag beschlossen und in den vordringlichen Bedarf des Verkehrswegeplans aufgenommen. Die laufende Planung und der spätere Bau liegen beim Land Niedersachsen.

Im Frühsommer 2019 ist die Maßnahme ihrer Umsetzung ein gutes Stück nähergekommen, denn der erste von drei Planungsabschnitten - die Ortsumgehung Aurich - hat den so genannten Gesehen-Vermerk des Bundesverkehrsministeriums erhalten.

Der Gesehen-Vermerk ist ein wesentlicher Verwaltungsschritt auf dem Weg zur Realisierung einer Infrastrukturmaßnahme. Der Vermerk bedeutet, dass der Bund mit den Planungen des Landes Niedersachsen einverstanden ist und das Planfeststellungsverfahren beginnen kann. Weiterhin hat der Bund dem Beginn des Grunderwerbs für die Baumaßnahme zugestimmt.

 

Pressemitteilung

 

 

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