Verein Pro B210n: Vorstand gewählt – Mitgliederzahl steigt auf 227

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Mitte Oktober gab es in den Räumen der Firma Doepke Schaltgeräte in Norden die turnusgemäße Mitgliederversammlung des Vereins Pro B210n. Dabei wurde der Vorstand im Wesentlichen bestätigt. Im Amt bleiben der Vorsitzende Hinrich Tjaden, Berend Voss und Christian Averbeck. Eine personelle Änderung gibt es bei der Position des Schriftführers. Diese übernimmt Bastian Wehmeyer von Gründungsmitglied Jan-Ole Wolfenberg, der aus persönlichen Gründen aus dem Vorstand ausscheidet, den Verein aber im Beirat weiter unterstützt. Alle Kandidaten wurden einstimmig gewählt.

Der Vorstand des Vereins wird von einem elfköpfigen Berat unterstützt, der ebenfalls einstimmig gewählt wurde. Zu diesem gehören Bernd Hinrichs, Wilfried Bents, Dr. Udo Fecht, Hinrich Goes, Jan-Ole Wolfenberg, Günter Tjards, Jacobus Penning, Franz Melles, Gustav Claashen, Hajo Stedler und Hinrich Ehmen. Stedler ist gemeinsam mit Peter Weckmüller auch zum Rechnungsprüfer bestellt.

Neben der Wahl standen ein Bericht des Vorstands, Statements von geladenen Gästen und ein Statusbericht der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr auf der Tagesordnung.

Der Vorsitzende Hinrich Tjaden berichtete aus der Vereinsarbeit, die unter anderem die Erstellung von Informationsmedien, den Bürgerdialog auf Messen, Treffen mit Entscheidungsträgern aus Politik und Verbänden, Gespräche mit Interessengruppen sowie die Vermittlung zwischen betroffenen Bürgern und zuständigen Behörden umfasst. Christian Averbeck informierte über die weiter gestiegene Zahl der Mitglieder auf insgesamt 227, darunter 160 Privatpersonen, 57 Unternehmen und zehn Gebietskörperschaften.

Zu den Gästen, die der Verein zu seiner Mitgliederversammlung eingeladen hatte, zählten unter anderem MdL Hillgried Eilers, Albert Lienemann, Präsident der Handwerkskammer für Ostfriesland, Arno Ulrichs, IHK-Geschäftsführer für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Verkehr, Johann Doden, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes für Ostfriesland und Papenburg, Jan-Bernd Swyter, Fachdienstleiter bei der Stadt Norden und Stellvertreter von Bürgermeister Heiko Schmelzle sowie Yasin Kilic, Leiter des Fachbereichs Planung der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Aurich.

MdL Hillgriet Eilers betonte, die B210n sei eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte für die Zukunft Ostfrieslands. „Der Verein Pro B210n nimmt die Abwägung zwischen Nutzen und Landschaftseingriff sowie den Bürgerdialog sehr ernst“, so Eilers. Mit der B210n könnten sich Aurich und die Dörfer städtebaulich besser entwickeln. Auch die geplante Zentralklinik in Georgsheil sei ein Aspekt, der für das Infrastrukturprojekt spreche. „Wichtig ist, dass der ÖPNV geschickt angebunden wird und dass es ausreichende Kompensationsmaßnahmen geben wird.“

Handwerkskammerpräsident Albert Lienemann berichtete, dass rund 36.000 Handwerker täglich auf den Straßen Ostfrieslands unterwegs seien „Da ist eine gute Infrastruktur wichtig“.

IHK-Geschäftsführer Arno Ulrichs appellierte, den Druck auf die Politik weiter hoch zu halten. „Ziel muss es sein, zu einem beschleunigten Verfahren zu kommen“.

Yasin Kilic, Leiter des Fachbereichs Planung der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Aurich sagte, dass ein vorzeitiger Grunderwerb für den Bauabschnitt Aurich genehmigt worden sei. „Das Bundesverkehrsministerium steht also voll hinter der Maßnahme“. Ein vorzeitiger Grunderwerb sei auch eine gute Voraussetzung, um Kompensationsmaßnahmen frühzeitig zu planen. Der zweite Bauabschnitt – die Autobahnanbindung Aurich / Riepe – stehe vor dem so genannten Gesehen-Vermerk, der bedeutet, dass der Bund mit den Planungen des Landes Niedersachsen einverstanden ist. „Beim dritten Abschnitt Bangstede / Georgsheil warten wir auf den Planungsauftrag. Dieser Abschnitt wird besonders vor dem Hintergrund der Zentralklinik in Georgsheil relevant“, so Kilic.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung gab es eine Werksbesichtigung bei Doepke Schaltgeräte unter Führung von Marketingleiter Johann Meints.

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Status

Die vom Deutschen Bundestag beschlossene und in den vordringlichen Bedarf des Verkehrswegeplans aufgenommene Bundesstraße B210 neu (B210n) ist in diesem Jahr ihrer Umsetzung ein gutes Stück nähergekommen. Der erste von drei Planungsabschnitten – die Ortsumgehung Aurich – hat den so genannten Gesehen-Vermerk des Bundesverkehrsministeriums (BVMI) erhalten. Der Gesehen-Vermerk ist ein wesentlicher Verwaltungsschritt auf dem Weg zur Realisierung einer Infrastrukturmaßnahme. Der Vermerk bedeutet, dass der Bund mit den Planungen des Landes Niedersachsen einverstanden ist und das Planfeststellungsverfahren beginnen kann. Das BVMI hat zudem den vorzeitigen Grunderwerb für den ersten Bauabschnitt genehmigt.

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Der Verein

Der Verein ProB210n setzt sich für eine sozial- und umweltverträgliche Planung und Umsetzung der Bundesstraße 210 neu mit einer Umgehung von Aurich und einer Autobahnanbindung für die Mitte Ostfrieslands inklusive einer Verbindung nach Georgsheil ein. Der Verein hat aktuell rund 227 Mitglieder, davon 160 Privatpersonen, zehn Kommunen und Verbände und 57 Unternehmen.

Ostfriesland, Oktober 2019