Mitgliederversammlung des Vereins Pro B210n

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Sprachen mit den Mitgliedern des Vereins Pro B210n über die Bedeutung und den Stand des Infrastrukturprojekts (v.l.): Frank Buchholz, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Geschäftsbereich Aurich, Vereinsvorstand Christian Averbeck, Nordens Bürgermeister Heiko Schmelzle, Groen & Janssen Geschäftsführer Jann Schoon, MdB Gitta Connemann, Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann und Vereinsvorsitzender Hinrich Tjaden.

Althusmann: „Die Rahmenbedingungen für das Projekt sind extrem gut“
Mitgliederzahl um 10 Prozent gestiegen

Im Rahmen einer Mitgliederversammlung des Pro B210n e.V. in den Räumen der Firma Groen & Janssen Holzzentrum in Leer haben der Niedersächsische Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, Dr. Bernd Althusmann und die Leeraner Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann die Arbeit der Initiative gewürdigt und Ihre weitere Unterstützung zugesagt.

„Es ist immer einfacher, gegen etwas zu sein. Ich begrüße es daher sehr, dass sich im Verein Pro B210n Menschen auch mal für etwas einsetzen“, sagte Althusmann. Er forderte die Vereinsmitglieder auf, weiterhin zur konstruktiven Meinungsbildung beizutragen.

Gitta Connemann unterstrich das Motto des Vereins ´beter umto als binnen dör´. „Das bringt es auf den Punkt. Fließender Verkehr auf gut ausgebauten Straßen erhöht die Lebensqualität in den Ortschaften und reduziert erhöhte Emissionen, wie sie in Staus entstehen“, so Connemann.

„Gute Rahmenbedingungen für den Mittelstand sind die Voraussetzung für eine gesunde Wirtschaft und damit für alles, was verteilt werden kann“, sagte Althusmann. Die digitale aber auch die analoge Infrastruktur auf Straße, Schiene, zu Wasser und in der Luft seien wesentliche Wettbewerbsfaktoren. Er unterstrich, dass die aktuelle Landesregierung im Bezug auf Projekte wie die B210n sehr handlungsfähig sei. „Die Rahmenbedingungen sind extrem gut“, sagte der Wirtschaftsminister. Sowohl finanzielle Ressourcen als auch personelle Kapazitäten seien vorhanden, um die Planungen des Projekts voranzubringen. „Die Bremsen sind gelöst und die Landesbehörde für Straßenbau ist sehr engagiert“.
Sowohl im Bundesverkehrswegeplan als auch bei der Landesregierung habe die B210n eine hohe Priorität“, sagte Althusmann. Das Projekt stehe für die Zukunftsfähigkeit der ganzen Region. „Die so genannte Osfriesenzwille bedeute eine bessere Erreichbarkeit der A31, eine bessere Erschließung der Region, eine Entlastung der Ortschaften, eine erhöhte Lebensqualität sowie eine Reduktion des Verkehrs im nachgelagerten Netz und wirke damit auch einem erhöhten Unfallgeschehen entgegen. „Wir sind zuversichtlich, dass die Umgehung Aurichs als erster Bauabschnitt Anfang 2019 den so genannten Gesehen-Vermerk bekommen wird.“ Dieser offizielle Vermerk ist der Startschuss für das folgende Planfeststellungsverfahren. Für den zweiten Bauabschnitt, die Anbindung an die Autobahn bei Riepe, rechne man damit für 2020.

Hinrich Tjaden, Vorsitzender des Vereins Pro B210n, forderte das Land auf, die Planungen für den dritten Bauabschnitt nach Georgheil ebenfalls zügig aufzunehmen. „Auch dieser Teil des Gesamtprojekts ist von großer Bedeutung“, so Tjaden.

„Die B210n ist ein Meilenstein für die Region“, so Althusmann. Beschleunigte Verfahren seien für solche Projekte wünschenswert. „Es muss ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Umweltschutz, Arbeit und den Interessen der Menschen geben“.

MdB Gitta Connemann sieht in der B210n ein Projekt mit positiver Wirkung für ganz Ostfriesland und darüber hinaus. „Mit dem Lückenschluss der A31 hat sich im Emsland gezeigt, welche positiven Effekte eine verbesserte Anbindung hat“, sagte Connemann. Boomregionen unterschieden sich von schwachen Regionen ganz wesentlich in der Qualität ihrer digitalen, technischen und verkehrlichen Infrastruktur. „Der Bund bekennt sich zum Projekt B210n und das Land treibt die Planungen voran“, so Connemann. Das sei entscheidend für die Zukunft Ostfrieslands.

Nordens Bürgermeister Heiko Schmelzle setzt sich ebenfalls für eine schnelle Umsetzung ein. „Wir haben pro Jahr rund 1,8 Millionen Gäste in Norden / Norddeich. Eine bessere Anbindung über Georgsheil ist wichtig für den Tourismus und entlastet die Ortschaften an der heutigen B210 ab Emden.“

Auch Gastgeber Jann Schoon, Geschäftsführer von Groen & Janssen in Leer, setzt sich mit seinem Unternehmen, das Mitglied im Verein ist, für eine bessere Anbindung Ostfrieslands ein. „Aktuell kämpfen sich unsere LKW jeden Tag von Leer zum Stammsitz nach Georgsheil“, so Schoon.

Im Anschluss an den Austausch mit den Vertretern der Politik berichtete der Vorstandsvorsitzende Hinrich Tjaden von den Aktivitäten des Vereins im abgelaufenen Geschäftsjahr, darunter Auftritte auf Messen, Verteilung von Infomaterial, Besuche beim Ministerpräsidenten Stefan Weil sowie Umweltminister Olaf Lies und Wiard Siebels (MdL), Termine in Unternehmen oder die Unterstützung von Bürgern, die Fragen zum Projekt hätten.

Vereinsvorstand und Finanzverantwortlicher Christian Averbeck informierte unter anderem über die erfreuliche Mitgliederentwicklung des Vereins. „In den letzten 12 Monaten sind wir um mehr als 10 Prozent auf nun 225 Mitglieder gewachsen“, so Averbeck. Darunter seien rund 160 Privatpersonen, 10 Kommunen und Verbände und 55 Unternehmen. Neu hinzugekommen seien beispielsweise die Stadt Emden, die Stadt Norden, die Gemeinde Hage und die Wachstumsregion Ems Achse e.V. sowie die MKW Großefehn. Sehr erfreulich zeigt sei auch, dass gerade in den letzten Wochen noch sieben Privatpersonen und zwei Unternehmen beigetreten seien.

Pressemitteilung